Katzen-Genetik

 

 

  1. Begriffe, die in der Genetik bei Katzen verwendet werden
  2.  
  3. Keine Sorge, Sie werden hier nicht mit hochgestochener Genetik erdrückt. Die Kapitel sind so einfach wie notwendig gehalten. Sie finden hier viele praktische Beispiele aus dem Zuchtalltag, denn jede Wissenschaft ist nur so gut, wie man sie auch anwenden kann.
  4. Sie müssen lediglich ein paar wenige Grundbegriffe kennen, die in den folgenden Kapiteln verwendet werden.
  5. Gene
  6.  
  7. Gene sitzen auf einem ganz bestimmten Platz (genannt "locus") in den Chromosomen und sind die Grundelemente, auf denen die Vererbung aufbaut.
  8. Die Gene sind für jedes Merkmal Ihrer Katze verantwortlich, für die Augenfarbe, für den Knochenbau, für die Fellstruktur (Textur genannt), für den Charakter, etc.
  9.  
  10. Gene treten immer als (Gen-)Paar auf.
  11.  
  12. Allele
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  14. Allele sind die verschiedenen Abarten (Mutanten genannt) ein und desselben Genes.
  15. Zum Beispiel:
  16. Das Gen, das für die Fellfarbe "schwarz" verantwortlich ist, hat zwei Mutanten, ein Mutant ist verantwortlich für die Farbe chocolate, der andere für die Farbe cinnamon (=zimtfarben).
  17. Homozygot = reinerbig
  18.  
  19. Man nennt eine Katze reinerbig für ein bestimmtes Merkmal, wenn sie in dem dafür zuständigen Genpaar zwei gleiche Gene hat, das heißt beide Gene in einem Genpaar sind identisch.
  20.  
  21. Heterozygot = mischerbig
  22.  
  23. Mann nennt eine Katze mischerbig für ein bestimmtes Merkmal, wenn das dafür verantwortliche Genpaar zwei verschiedene Gene hat, das heißt beide Gene eines Genpaares sind nicht identisch.
  24. Phänotyp
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  26. Wie Ihre Katze außen aussieht, wird Phänotyp genannt, es ist die Summe aller Merkmale, die Sie im Äußeren ihrer Katze sehen können.
  27.  
  28. Genotyp
  29.  
  30. Wie Ihre Katze innen aussieht, welche Merkmale sie vererben kann - sie können das nicht sehen -, wird Genotyp genannt, es ist die Summe der genetischen Information, die Ihre Katze trägt und an ihre Nachkommen vererben kann.
  31. Dominant
  32.  
  33. Man nennt ein Gen dominant, wenn man seine Auswirkung im Aussehen der Katze (=Phänotyp) sehen kann.
  34. Nur ein dominantes Gen muss in einem Genpaar vorhanden sein, um seine Auswirkung im Phänotyp der Katze sehen zu können.
  35.  
  36. Anmerkung:
  37. Um sie leicht erkennen zu können, werden dominante Gene in Großbuchstaben geschrieben.
  38. Z.B. Das Gen B (für Black = schwarze Fellfarbe) ist über das Gen b (für chocolate = schokoladefarbene Fellfarbe) dominant.
  39.  
  40. Rezessiv
  41.  
  42. Man nennt ein Gen rezessiv, wenn man seine Auswirkung im Phänotyp nicht sehen kann, wenn es nur einmal im Genpaar vorhanden ist.
  43. Dasselbe Gen muss zweimal im Genpaar vorhanden sein, um seine Auswirkung im Phänotyp der Katze sehen zu können.
  44.  
  45. Anmerkung:
  46. Um sie leicht unterscheiden zu können, werden rezessive Gene mit Kleinbuchstaben geschrieben.
  47. In unserem Beispiel: Das Gen b muss zweimal vorhanden sein (bb), damit die Fellfarbe schokoladefarben ist.
  48.